Weideinfrastruktur – Grundlage für eine ganzjährige Haltung

Damit unsere Weidetiere gesund das ganze Jahr draußen leben können, braucht es eine durchdachte Infrastruktur. Mit Hilfe von Projektmitteln wurde diese Schritt für Schritt aufgebaut.

 

Das Herzstück bildet der Zaun. Fast acht Kilometer wurden von der Firma Zaunbau Frankenwald  errichtet. Der größte Teil (6,6 km) besteht aus einem dreizügigen Elektrozaun, dessen stromführende Leiter an Robinienpfählen befestigt sind. So bleiben die Weidetiere sicher auf der Fläche, während Wildtiere den Zaun problemlos passieren können. Entlang der Bahngleise sorgt ein 1,3 km langer Knotengeflechtzaun mit zusätzlichem Stromdraht für maximale Sicherheit – kein Tier soll auf die Gleise gelangen. Gespeist wird der Zaun von einem Weidezaungerät, das am Stromnetz angeschlossen ist. An Gewässern kommen Kettenvorhänge zum Einsatz, die Hütesicherheit gewährleisten.

 

Für die tiergerechte Handhabung wurde ein Korral mit Fangstand errichtet. Hier können die Tiere für Klauenpflege oder tierärztliche Behandlungen sicher fixiert werden.

 

Sechs mobile Unterstände bieten Schutz bei schlechtem Wetter und verhindern durch ihre flexible Umstellung die Bildung von Matschflächen.

 

Zwei eigens konstruierte Weidebrücken ermöglichen den sicheren Übergang über den Sulzbach – auch bei Hochwasser. Sie wurden von Axel Roth aus ausrangierten Alu-Kippmulden gebaut.

 

Die Wasserversorgung ist ebenfalls gesichert: Aktuell werden zwei frostsichere Weidepumpen installiert, die auch in längeren Frostperioden frisches Wasser liefern.

  

Diese Infrastruktur ist die Basis für eine nachhaltige, ganzjährige Beweidung – im Einklang mit Natur und Tierwohl.